·•●Auf und davon...elas Leben in Südamerika●•·
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Schon vorbei...

Hallo meine Lieben,

 

sorry, dass es so lange ging bis ihr wieder etwas von uns/ mir hört, aber wie befürchtet hatten Caro und ich in Brasilien keinen Internetzugang mit meinem Laptop UND einige Schlamassel, aus denen wir erstmal rauskommen mussten. Bevor ich hier aber anfange Euch das ein- oder andere Geschichtchen zum Besten zu geben muss ich sagen (und ich denke hier spreche ich für uns beide): bei allem Chaos das uns irgendwie immer wieder heimgesucht hat, bei verwanzten Schimmelhostels, bei Bussen deren Klimaanlage bei 14-stündiger Fahrt anfängt Caro ins Gesicht zu tropfen- bzw einer Fahrweise des Busfahrers, die ela mitten in der Nacht vom Sitz schleudert, bei allen geschlossenen Fahrkartenschaltern- und allen Bankautomaten die ela Geld abbuchen aber keins auszahlen,  bei allen dämlichen Leuten die wir getroffen haben, bei den grössten Wasserfluten und dem stärksten Regen den Rio seit 30 Jahren genau in denen Tagen heimgesucht haben in denen wir dort waren, bei allen gestrichener-/bzw verschobener Heimflügen, bei aller Unsicherheit ob ela irgendwann mal noch nach Natal kommt oder in Rio vergammelt...DAS WAR DER BESTE URLAUB DEN WIR HÄTTEN HABEN KÖNNEN! Ich denke das ist die Hauptsache, auch wenn ich mich gerade immernoch hier alleine im Hotel aufhalte und Caro schon fast wieder zu Hause ist, was so niemals geplant war...aber was sind schon Pläne. Ich weiss, die meisten glauben wahrscheinlich mich dürfte nichts mehr schocken, nach 6 Monaten Argentinien...aber gestern wars dann doch soweit. Caros Flug wurde verschoben, von heute auf gestern- genau um einen Tag. Wir habens zum Glück noch rechtzeitig erfahren...nach dem ersten Schreck konnten wir eigentlich damit leben- damit aber nicht genug...da gleichzeitig in Rio ein Haus einstürzte aufgrund dieses ewigen Regens sind aus der Vorstadt in der wir wohnen (eine kleine süsse Insel- mit dem Schiff 10 Minuten von Rio entfernt) alle Securitys und Polizisten nach Rio gefahren um zu helfen. Somit befand sich unsere Insel ohne jeglichen Polizeischutz (in Brasilien ziemlich blöd...), alle Läden hatten geschlossen und die Leute schoben die grösste Panik, da jetzt die „gefährlichen Menschen“ auf der Strasse ihr Unwesen treiben würden...d.h. unser brasilianischer Freund Bruno (der uns diese Unterkunft besorgt hat und sich auch die zehn Tage über rührend um uns kümmerte...) konnte Caro nicht zum Flughafen fahren und hat mir strickt verboten das Hotel zu verlassen. Caro musste mit dem Taxi somit allein gehen und uns blieben bei dem ganzen Theater nicht mal zwei Minuten um uns zu verabschieden...eigentlich sollte dieser Abschied nicht unter Tränchen enden wie der letzte, aber bei dem ganzen Schlamassel waren wir beide so fix und fertig mit den Nerven, dass er bald noch schlimmer war als der letzte. Somit standen wir gesternmorgen auf im Glauben uns bleiben noch 1,5 gemeinsame Tage, ein Abschlussabendessen ...einfach nochmal Zeit um über die vergangenen 3 Wochen zu reden, 4 Stunden später war Caro weg und ela alleine in einem Hotel aus dem sie den ganzen Tag nicht rausdurfte in Unsicherheit darüber, was mit ihrem Flug heute Abend passiert. Die Unsicherheit ist bis zum jetzigen Zeitpunkt (indem ich diesen Bericht schonmal schreibe- und später dann mit Internet reinstelle...) nicht geklärt, aber ich hoffe es klappt alles (auch wenn es nach diesen ganzen Schlamasseln ein bisschen schwierig ist positiv zu denken).

Wir hatten nach Iguazù gedacht das Limit ist erreicht, aber das war erst der Anfang...

Eigentlich hätte dieser Tag in Iguazù einen eigenen Bericht verdient, WIRKLICH man könnte auch ein Buch über ihn schreiben, aber das würde jeglichen Rahmen sprengen... wer sich dafür interessiert frägt Caro ab morgen oder mich in 8 Wochen, wir berichten gerne darüber. Glaubt mir: es lohnt sich! Geendet hatte dieser kleine Tag im Nationalpark damals damit, dass ela einen argentinischen security Mann so zusammengeschissen hat bis der letztendlich nachgab und fragte, ob sie ein Glas Wasser will um sich zu beruhigen...dieses Glas hätte ich ihm am liebsten in sein face geleert(!!!). Auslöser war mal wieder ein Versuch argentinischer- ich drück es höflich aus- Vollhorsts (Bolludos) zwei Mädels zu verarschen, was das Bezahlen einer Rechnung betraf, die zuvor als „Gutschein“ getarnt war. Ela hätte es wissen müssen, schliesslich gab es in einem halben Jahr glaub keine „Happy Hour“ und kein Gutschein, der am Ende nicht als Verarschung herauskam...aber wie man so ist- man glaubt ja immer an das Gute im Menschen. Naja...ich konnte meine ganzen „bösen Wörter“ auspacken die mir meine argentinischen Freunde (oder Santi) beibrachten, sämtlichen Aggressionen- die sich dessen bezüglich in sechs Monaten angesammelt hatten rauslassen und durfte feststellen, mein Spanisch scheint wohl richtig gut zu sein- immerhin haben wir wie gesagt am Schluss gesiegt (und einen feuchten Schmatzer von diesem besagten Security Mensch kassiert...pfui deifiii, so ne Pfeife(!)).

War amüsant...aber wie gesagt nicht der einzige Zwischenfall in diesen drei Wochen, aber irgendwie hat es diesem Urlaub wahrscheinlich noch den letzten Schliff gegeben und Caro und ich können nach drei Wochen stolz sagen: alles haben wir zusammen gemeistert und immer eine Lösung gefunden- und trotz 77 Kilo Gepäck, Schlafmangel, Verständigungsproblemen etc...nicht EINMAL- nicht  EIN EINZIGES MAL gestritten, damit nicht genug, es gab nicht einmal eine einzige Zickerei (KEINE ZICKEREI, nicht einmal eine klitzkleine KEINE...(!!!)). Ich denke dieser Urlaub hat uns beiden gezeigt, wie gut wir uns doch nach unzähligen gemeinsamen Kunstradwochenenden, Landschulheimen, Zeltlagern, Lochaus, Ausflügen etc (...) kennen und die eine die Macken der anderen schon zu genüge zu spüren bekam. Wir haben die letzten Wochen viiiel, viiiel zusammen erlebt, gesehen, bestaunt,genossen und vor allem aber jede Menge gelacht (wie immer über die dümmsten Dinge (RON!!! hahaha...)- so sind wir halt) ...und das war genau das, was mir nach einem halben Jahr ziemlich gefehlt hat. Bei allen neuen Leuten, Kulturen, Dingen die man kennenlernt und vor allem Erfahrungen die man wahrscheinlich für sein ganzes Leben macht, die Familie bzw. seine besten Freunde lernt man glaub erst zu schätzen, wenn man sie nicht ganz selbstverständlich immer um sich hat. So bin ich meiner besten Freundin sehr dankbar für diesen Urlaub, diese drei Wochen und diese schöne Zeit- auch wenn sie ein bisschen plötzlich beendet wurde. Die Tränchen sind getrocknet und heute Abend sollte (!!!) ein neues- mein letztes Kapitel in Südamerika beginnen...ich freu mich auf meine neue Aufgabe, auf  neue Menschen aber am meisten darauf, in vier Wochen Carina und Nils zu sehen- und in acht Wochen meine Familie, meine Freunde und mein geliebtes kleines Aach wieder zu haben. Nach Buenos Aires und Rio kann ich sagen: Ich bin doch eher ein Landmensch...!

Drückt mir die Daumen für meinen Flug heute Abend und wenn alles gut läuft melde ich mich das nächste Mal aus Natal!

Viele Grüsschen und Küsschen,

Eure ela

 

PS: Tiiimoooo und Sophia ich hab Euch lieb...den Rest der Familie natürlich auch!!!

PPS: Es gibt irgendwann auch noch ein paar Bilder, aber ich muss mich zuerst mit meinem neuen Internetzugang vertraut machen- und da mich „myblog“ die letzten 6,5 Monate schon nicht sehr mochte belass ich es am Anfang mal bei einem Bericht.

 

10.4.10 01:29
 


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